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Friedemann Graef "Golden Soundscape"
erschienen in der ARDESA-Ausgabe vom |
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Golden Soundscape" entstand 1993. Ausgangsidee für das Stück war die Vorstellung einer Klanglandschaft, golden in der Farbe wie die meisten Saxophone. Eine größere Anzahl von Instrumenten spielt pulsierende Klangflächen und prägnante Motive und umrahmt damit einige solistische Passagen. Das Stück ist auf diese Art ein Concerto Grosso". Die Notation des Stückes ist dreistimmig für eine beliebige Kombination von Saxophonen. Es existieren Spielpartituren für Es- und B-Instrumente. Jede der drei Stimmen kann von einem, aber auch von acht oder mehr Saxophonen ausgeführt werden. Die Spieler, die in Gruppen eine Stimme zum Klingen bringen, spielen dabei im Unisono oder Oktavabstand oder im Kanon (Erklärung siehe unten). Die Tuttipassagen umrahmen drei Episoden, die von je zwei Solisten ausgeführt werden. Die Tuttipassagen sind über weite Strecken von minimalistischer Art. Kurze Motive werden drei bis zehnmal wiederholt. Dies geschieht in allen drei Gruppen zugleich. Alle diese Motive sind jeweils aus einer bestimmten Skala abgeleitet. Durch die kanonartige Verschiebungen der Motive entsteht die bewegte Klangfläche von eindeutiger Stimmung, durch die Skala in ihrer Tonalität bestimmt. Hier gibt es keine technischen Schwierigkeiten. Auch Anfänger können in der großen Besetzung mitwirken. Leicht können sie in Intonation und rhythmischem Gefühl von den besseren Spielern mitgezogen werden. Die solistischen Episoden sind Duette. Zwei beliebige Instrumente realisieren eine graphische Improvisationsanleitung. Dem/der Leiter/in des Ensemble bleibt die Auswahl der Instrumente, die Länge dieses Teils überlassen und auch das Geschehen im Hintergrund. Notiert sind als Begleitung für die Solisten einige Tremolos, die in Dichte und Lautstärke dirigiert werden sollen. Sie können auch ganz wegbleiben, wenn das solistische Geschehen von großer Dichte ist. Sowohl die Begleiter als auch die Solisten können diese Episoden an anderen Stellen im Raum spielen oder in Bewegung. Die Aufstellung der Gruppen im Raum ist ebenfalls eine Herausforderung an die Experimentierfreudigkeit der Ausführenden. Das rhythmische Zusammenspiel muß aber gewährleistet bleiben. (Friedemann Graef) Die Spielpartituren sind bei Friedemann Graef, Neue Kantstraße 20, 14057 Berlin, zu beziehen. |