Bernard Habla:

Solo-Saxophon und Blasorchester

Nachschlagewerk und Repertoire-Hilfe

von Thomas Ehlke, erschienen in der Clarino vom

home

zur Startseite

Email

Bücher
Nachschlagewerk und Repertoire-Hilfe
 
Bernhard Habla: „Solo-Saxophon und Blasorchester“ (erschienen in der Reihe „Werke für Soloinstrumente un Blasorchester“, Band 5); Musikverlag Kliment, Wien
 
Man Könnte eigentlich mal etws für Saxophonquartett und Blasorchester spielen. Aber was?“ Diese oder ähnliche Fragen mögen sich die Dirigenten , Instrumentalisten und Musikausschüsse von Blasorchestern schon mehrfach gestellt haben. Aber woher nehmen, wenn nicht...?
Bernhard Hablas Verzeichnis von über 350 Solowerken gibt genügend Antworten.Systematisch geordnet von einem Saxophon bis hin zum Saxophonregister sowie zusätzlich nach den verschiedenen Mitgkiedern Saxophonfamilie ist Hablas Veröffentlichung eine wahre Fundgrube, die ihren Zweck als Nachschlagewerk und Repertoir-Hilfe bestens erfüllt. Neben dem Verzeichnis nach Art und Anzahl der Solostimmen enthält es auch noch Auflistungen, die nach Komponisten, Titeln sowie Verlagen und Bezugequellen unterteilt sind. Dem Komponisten-Register, das den Löwenanteil des 236 Seiten umfassenden Werkes ausmacht, sind Notenbeispiele beigefügt, die einen begrenzten Einblick in die einzelnen Werke geben.
 
Habla konnte bei seinen Recherchen als Dozent der Panonischen Forschhungsstelle Ober schützen auf einen Fundus von rund 90 000 Blasorchesterwerken sowie Kataloge von über 140 Verlagen zurückgreifen. Neben werken, die ausführlich für Saxophon/e und Blasorchester geschrieben wurden, berücksichtigt der Autor auch Kompositionen, für die es alternative Solobesetzungen gibt,etwa Trompete, Tenorhornoder Oboe. Bei seiner ZUsamenstellung gab es keine Aufnahmekriterien hinsichtlich Gattung, Stil oder Musikalischem Wert der einzelnen Stücke. Ebenso verzichtet Habala auf eine Einteilung in Schwierigkeitsgrade, denn der Benutzer soll sich anhand der Notenbeispiele selbst eineb Eindruck machen. Bei allen Werken, von denen Notenbeispiele abgedruckt sind, kann davon ausgegangen werden, daß diese im einschlägigen Fachhandel erhältlich sind. Bei allen anderen Kompositionen stand Habala lediglich Sekundärliteratur zur Verfügung.
 
„Das Angebot an Literatur für Blasorchester ist mittlerweile so groß, daß es immer schwieriger wird, sich einen detaillierten Blick zu verschaffen. Im Bereich der Sololiteratur möchte diese Reihe dem Benutzer behilflich sein“, skizziert der Autor den Hintergrund der im Kliment-Verlag erschienen Werkreihe. Deren fünfter Band, der sich dem Saxophon widmet, wird diesem Anspruch in vollem Umfang gerecht. Seine klare Gliederung macht die Handhabung zu einem Kinderspiel. Ein besonderer Pluspunkt ist die methodische Vielseitigkeit. Ob man nun „ins Blaue hinein“ sucht oder bestimmte Werke im Auge hat, aber Verlag oder Komponist nicht kennt: In Hablas Kompendium wird man so oder so fündig. Selbst wenn man nur einmal blättern will, um sich einen Überblick zu verschaffen, tut man dies mit Vergnügen, denn das Verzeichnis hölt einige Entdeckungen der unverhofften Art bereit.
 
Thomas Ehlke