| Fragen rund um´s Saxophonspielen.... | ![]() |
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| Herzlich Willkommen ! Regelmäßig erreichen uns Fragen zum Saxophonspielen. Wir möchten nun in dieser Rubrik Ihre Fragen beantworten. Natürlich können sie uns auch individuelle Anliegen schildern, die wir dann hier veröffentlichen werden - mit Antwort ! Eigentlich gar keine. Rein körperlich betrachtet sind keine Voraussetzungen nötig um Saxophon zu spielen. Auch ist an Vorwissen nichts zwingend vorher zu beherrschen. Dafür nimmt man/frau ja Unterricht. Ein eigenes Instrument sollte vorhanden sein, das man sich aber auch leihen kann (verschiedene Händler bieten das an oder in der Musikschule fragen...). Es gibt die Lehrmeinung, das als Voraussetzung zum Saxophonlernen vorher Klarinette gespielt werden sollte. Ich teile diese Meinung nicht. Neben meiner bisherigen Erfahrung niemanden zu kennen, der gleichgut Saxophon wie Klarinette spielt (selbst in der Weltliga), sprechen einige Gründe auch dagegen: - Wie schwer ist das Saxophonspielen? Aus einem Saxophon kommen schnell ein paar Töne. Für jeden Ton gibt es einen eigenen Griff, die Mittellage spricht auf allen Saxophonen (unabhängig von Hersteller oder Saxophontyp) gut an, so dass es da schon was zu hören gibt. Ist man nun volllkommen unbelastet, also keine Notenkenntnisse oder anderweitege Instrumentenerfahrungen sind vorhanden, kommt das Decheffrieren von Noten hinzu. Regelmäßiges Üben ist der Schlüssel zu allem. Dazu gehört auch das Notenlesen. Aber auch das ist recht schnell zu erlernen, egal wie alt oder jung man ist. Wie weit man nun wirklich kommt und wie entwickelt dann die Fertigkeiten auf dem Instrument später sind, ist von der eigenen Zielsetzung abhängig. Ideal wäre schon tägliches Üben von einer Stunde (für Nichtberufsmusiker), doch Beruf und weitere Interessen wollen auch beachtet sein. Eine Vorhersage läßt sich nicht machen, - wiederholen möchte ich aber, das regelmäßiges Über wirklich der Schlüssel zu allem ist, egal was man/frau mit dem Instrument machen möchte. Neben Noten und musiktheoretischen Grundlagen, einer fundierten Grundtechnik auf dem Intrument kommt dann das wichtigste: was möchte man musikalisch machen. Auch das ist ein Lernprozess und manches davon hat mit dem Instrument nichts zu tun, doch das merkt man das auch selbst. - Mit welchem Saxophon beginne ich? Ich schlage bei dieser Frage immer ein Alt- oder Tenorsaxophon vor. Sopran- und Baritonsaxophon sind für den Einstieg meiner Meinung nach zu schwer, wobei es natürlich immer Ausnahmen gibt. Bei Kinder empfehle ich ein Altsaxophon, da das Gewicht nicht so hoch ist. Die Halswirbel sind noch in der Wachstumsphase und sollten so gering wie möglich belastet werden. Auch sind die Hände noch nicht so groß. - Der Saxophonkauf? Ist die Frage "Spiele ich Saxophon?" mit einem markerschütterndem JA beantwortet, ist ein Kauf auf jeden Fall sinnvoll (sofern die Geldbörse mitmacht). Die Auswahl des Instrumentes sollte mit dem eigenen Saxophonlehrer getroffen werden. Er/Sie hat die nötige Erfahrung. Auch wenn die Instrumente heute zum größten Teil aus der Maschine kommen, ist jedes Instrument ein Unikat. Probiert man drei Instrumente das gleichen Herstellers aus, wird man drei verschiedene Saxophone finden. Das trifft auch für Munstücke zu. Saxophone sind, verglichen mit anderen Instrumten, billig. Ein Flügel oder ein Streichinstrument kosten mehr. Für ein neues Altsaxophon kann man nicht mehr als ca. 6.000,00 DM bezahlen (ausgenommen Sonderanfertigungen).Die Preisunterschiede ergeben sich aus Verarbeitungsgüte, verwendeten Materialien, Bautechnik, Lackierung, Klang, Zubehör und Reputation des Herstellers. Was spricht für ein hochwertiges Instrument: Was spricht für ein preiswerteres Instrument: - Welche Schule ist die Richtige? Natürlich hat jeder Lehrer/in seine Standardwerke, aus denen er/sie unterrichtet. Dahinter liegen Erfahrungen und eigene Methodik. Ich selber verwende verschiedene Schulen und unterschiedliche Materialien, je nachdem wie mein Gegenüber auf einzelne Themen anspricht. Ein Hauptwerk gibt es für mich nicht, da jeder individuell auf Erklärungen und Spielanweisungen reagiert. Zum Teil schreibe ich auch Sachen selbst, wenn ich nichts passendes finde. Auch wenn das jetzt Eigenwerbung für unseren Verlag ist: Jürgen Bachmanns Buch "Vom Körper zum Ton" ist eine sehr gute Publikation. Es ist keine Saxophonschule im Sinne wie greife ich den Ton "G", sondern befasst sich mit der körperlichen Seite des Saxophonspieles wie Atmung, Finger- und Körperhaltung und enthält Übungen und Tipps dazu, ist sehr gut bebildert und sollte in keinem Saxophonschrank fehlen. Sätze, wie "...benütze Deine Stütze beim Spielen ..." führen regelmäßig zu fragenden Blicken. Ist ja auch verständlich. Schließlich gibt es kein Schaufenster oder Leuchtdioden, die anzeigen, wenn man es richtig macht. Es ist ein Lernprozess, richtigen Körpereinsatz zu "hören", das Spiel"gefühl" kennenzulernen und sich das dann zu merken. |
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