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Musikverlag Chili Notes
Brancher Opera Classic Sopran

Arundo Donax, zu Deutsch Rohrblatt, ist der Name der Pflanze, aus der die Blätter für Rohrblattinstrumente hergestellt werden. Sie verhält sich durchaus kapriziös und bringt je nach Mikroklima und Anbauregion ganz unterschiedliche Ergebnisse. Die Hersteller schreiben ihr eine ähnliche Sensibilität zu, wie man sie beim Wein vorfindet, und so ist ein Stück Holz aus Frankreich ganz anders beschaffen als beispielsweise eines aus Argentinien, Mexiko oder Australien.

Während die großen Hersteller von Saxophonblättern auf Hölzer unterschiedlicher Länder und Kontinente zurückgreifen, die zudem meistens noch auf Plantagen wachsen und künstlich gedüngt werden, stellt Pascal Brancher seine Blätter ausschließlich aus Hölzern her, die wild in der französischen Var-Region wachsen, nach der Ernte zwei Jahre in der Sonne zum trocknen verbleiben, um dann nach einer peniblen Auslese zu Saxophon- bzw. Klarinettenblättern weiterverarbeitet zu werden. Diese Blätter sind in Qualität und Stärke weitestgehend gleichmäßig ? gefällt einem Spieler der Schnitt, hat er kaum Probleme mit unterschiedlich wirkenden Blättern in einer Packung, wie es so oft bei anderen Herstellern der Fall ist. Selbst wenn man klanglich nicht 100%ig einverstanden mit dem Zuschnitt ist, kann man sich mit ein paar Handgriffen sein individuelles Blatt zurechtfeilen, das einem dann für lange Zeit die Treue hält und nicht nach ein paar Minuten bereits beginnt, sich zu wellen, sondern mit seiner dichten Faserstruktur für lang andauernde Spielfreude sorgt.

Ein paar Worte zum Thema Ausschuss: Natürlich sind Blätter ein Naturprodukt, und so gibt es in jeder Schachtel einen gewissen Prozentsatz an Blättern, die nicht der eigenen Vorstellung entsprechen oder sogar einfach ungeeignet sind. Ist die Qualität des Holzes jedoch generell gut (wie beispielsweise bei Brancher-Blättern), so lohnt auch die Nachbearbeitung. Grundsätzlich sei empfohlen, Blätter mit der Unterseite (der Auflagefläche auf dem Mundstück) zwei, dreimal über sehr feines Sandpapier zu ziehen, um die Fläche absolut plan zu schleifen ? das ist sie nämlich ab Werk nur in den seltensten Fällen. Hierdurch lassen sich viele Blätter optimieren, die sonst im Müll landen würden.

Ein weiterer wichtiger Tipp: Blätter sollten zu Beginn maximal 10 Minuten eingespielt und dann auf Glas gelagert werden (wie es in guten Aufbewahrungskisten zu finden ist). Am nächsten Tag das neue Blatt 15 Minuten spielen und erst am dritten Tag richtig belasten ? so gewöhnt sich das Holz an seine neue Aufgabe, deinen optimalen Sound zu erzeugen.

Pascal Brancher, selbst Saxophonist, stand seinerzeit vor dem Problem, dass ihm Vandoren-Blätter zu spröde und Hemke-Blätter zu weich waren. Also machte er sich ans Werk und entwickelte in 10 Jahren Arbeit den Opera-Schnitt, bei dem sich die Vorteile seiner "Vorbilder" vereinen. Klanglich eher streicherorientiert federt das Blatt mit seinem patentierten Schnitt perfekt die Lippenspannung ab, die Ansprache ist ausgezeichnet und gerade in den Grenzlagen sowie den High Notes vorzüglich. Der Klang integriert sich bestens im Quartett, hat aber auch genügend Durchsetzungskraft für das Solokonzert, ohne schnell zu kieksen oder spröde zu klingen ? alles in allem nach unserer Meinung das ideale Klassikblatt!

Gattung:
Blätter
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Stärke:


Landschaft I
Landschaft I
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